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Fasching in Bayern

Irgenwie komisch, was sich die Bayern zu Fasching so alles einfallen lassen!

Der rheinische Karneval und der Fasching in Bayern sind recht unterschiedlich, auch wenn beiden dasselbe Ziel zugrunde liegt: sich vor der Fastenzeit noch einmal austoben und vor den beschwerlichen letzten Wochen bis Frühlingsanfang noch einmal richtig Spaß haben. Die tollen Tage haben in Bayern oft andere Bezeichnungen als im Rest der Republik. Sie beginnen am 'Unsinnigen Donnerstag', es folgen der 'Rußige Freitag', der 'Schmalzige Samstag' und finden nach dem Faschingssonntag mit dem 'Blauen Montag' und dem Kehraus am Veilchendienstag ihren Höhepunkt (dieses Jahr vom 23. bis zum 28. Februar). Die Faschings-Hochburgen in Bayern liegen in Franken und Schwaben, aber auch in und in München lässt man es gerne krachen. Manche Faschings-Traditionen in Bayern sind sehr speziell, zum Teil haben einzelne Orte ihre ganz eigenen Bräuche.

Einer dieser Bräuche wird sogar schon einige Wochen vor der eigentlichen Faschingszeit gepflegt. Das Neuburger Donauschwimmen ist sozusagen ein verfrühter Faschings-Umzug zu Wasser. Und damit die Donau bei diesem traditionellen Treiben auch bloß nicht zu warm ist, hat man die nasse Gaudi auf den letzten Samstag im Januar - heuer also den 28.1. - gelegt. Hunderte von Unerschrockenen trauen sich in die Wogen der Donau und mehrere Tausende verfolgen dieses frostige Ereignis vom Ufer aus. Manchem Zuschauer soll es beim Anblick dieses außergewöhnlichen Bades kälter zumute sein als den mutigen Schwimmern!

Ausgefallene Traditionen pflegt man u.a. auch in Mindelheim und Dietfurt. In Mindelheim verkleiden sich nicht nur die Narren, dort bekommen auch die Türme der Stadt Kostüme verpasst. So erhalten die Stadttürme das Aussehen des örtlichen Dreigestirns, das in den närrischen Tagen die Regentschaft über die schöne Stadt im Unterallgäu übernimmt. Eine Verkleidung der besonderen Art hat man sich in Dietfurt an der Altmühl für den Unsinnigen Donnerstag ausgesucht: Dort gibt es den Chinesen-Umzug, bei dem alle Teilnehmer dem Reich der Mitte zu entspringen scheinen. Sogar einen Kaiser von China gibt es dann in Dietfurt!

Nicht ganz so ausgefallen, dafür aber nicht weniger traditionsbewusst geht es beim 'Schellenrühren' im Karwendel zu, wo maskentragende Burschen mit umgehängten Kuhglocken am Unsinnigen Donnerstag versuchen den Winter mit ihrem Geläut zu vertreiben. Oder auch beim Schäfflertanz auf dem Münchener Marienplatz. Während Tänzer in der althergebrachten Schäfflertracht um ein Bierfass tanzen, gehen zwei sogenannte Kasper umher, um Frauen Ruß ins Gesicht zu schmieren. Dieser Tanz wird nur alle 7 Jahre aufgeführt und 2012 fand der letzte Schäfflertanz statt. Näheres über den Schäfflertanz lesen Sie auf der Homepage des Fachvereins der Schäffler Münchens.

Abgesehen von solch eher ungewöhnlichen Bräuchen begeht man den Fasching in Franken mit zahlreichen Umzügen und Prunksitzungen, in Schwaben werden viele Holzmasken getragen und in München feiert man gerne Kostümbälle, z.B. die legendären Schwarz-Weiß-Bälle, bei denen die Besucher sich entweder ganz in schwarze oder weiße Kleider hüllen.

Da Fasching in die Skisaison fällt, verbringen einige Ski-närrische Bayern die tollen Tage auf der Piste. Insbesondere auf der Firstalm oberhalb des Spitzingsees und auf der Stie-Alm in Lenggries kann man in der Faschingszeit verkleidete Skifahrer beobachten. Skifasching ist ein bisschen wie Après-Ski während des Skifahrens, also die kongeniale Verknüpfung von Feiern und Wedeln in einem.

Am letzten Tag der Faschingszeit richten sich alle Augen auf München. Erste Anlaufstation ist dann der Viktualienmarkt, wo um 11:00 Uhr der Tanz der Marktfrauen stattfindet. Danach breitet sich der Frohsinn durch die gesamte Innenstadt aus und der Marienplatz und die angrenzenden Einkaufsstraßen verwandeln sich in eine große Partymeile.

Auch zur Faschingszeit ist Bayern also eine Reise wert. Das bunte Treiben auf den Straßen und in den Festsälen lässt sich auch wunderbar mit einem Skiurlaub in den bayerischen Bergen verbinden - ob verkleidet oder nicht, Sie sind herzlich in Bayern willkommen!

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