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Kultur in Bayern

Bayern ist ein Kulturstaat

Die Bayern können auf eine über 1000 Jahre alte Kultur- und Geistesgeschichte zurückblicken. Laut Art. 3 der Verfassung des Freistaates Bayern ist Bayern ein Kulturstaat. Der Freistaat fördert bereits in seinem Haushalt 2003 Kunst und Kultur mit jährlich über 500 Mio. €, zusätzlich kommen erhebliche Leistungen der bayerischen Kommunen und privater Träger hinzu.

Religion, Stämme

1. röm.-katholisch 58,50% Stand 2003 (1950 71,9 %)
2. evangelisch 23 % (1950 26,8 %)
3. andere Konfessionen und Religionen etwa 4 %

Jüdische Gemeinden gab es bis zum 19. Jahrhundert vor allem in ländlichen Gebieten Frankens und Schwabens sowie den freien Reichsstädten wie z. B. Nürnberg und Regensburg. Im wittelsbachischen Altbayern gab es so gut wie keine Juden; seit der Judenemanzipation zunehmend in bayerischen Städten. Von fast 200 jüdischen Gemeinden existieren heute in Bayern noch bzw. wieder 12 Gemeinden.

Das bayerische Volk setzt sich aus vier staatlich anerkannten Stämmen zusammen: Zu den drei alten Stämmen, den Altbayern (Baiern), Franken und Schwaben, kamen nach 1945 über zwei Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene. Auch Sinti und Roma haben eine sehr lange Tradition in Bayern. Daneben sind Jenische in Bayern beheimatet.

Heimatpflege und Brauchtum

Bayern Kultur: Trachtenzug MünchenHeimat- und Brauchtumspflege haben in Bayern traditionell einen hohen Stellenwert. Volkslied, Volkstanz und Volksmusik sind in vielen bayerischen Städten und Gemeinden lebendig. Heimat- und Trachtenvereine, Volkstanzgruppen und Musikkapellen tragen diese Tradition weiter.

Unter den überregional bekannten Heimatfesten wenden sich einige speziell an Kinder wie das Tänzelfest Kaufbeuren oder die Kinderzeche Dinkelsbühl.

Mittelalterliche Ritterspiele kann man beim Ritterturnier in Kaltenberg und bei den Kiefersfeldener Ritterspielen erleben.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche historische Heimatschauspiele wie die Landshuter Fürstenhochzeit, den Meistertrunk in Rothenburg ob der Tauber, die Wallensteinfestspiele in Altdorf bei Nürnberg und das Frundsbergfest in Mindelheim. Auf einer uralten Sage beruht der Drachenstich.

Baukunst und Denkmäler

Die bayerische Architektur überliefert anschaulich historische Zeugnisse aus mehr als 1.200 Jahren. Das Spektrum reicht vom 8. Jahrhundert mit der Ringkrypta bei St. Emmeran in Regensburg bis hin zum eindrucksvollen Zeltdach des Münchner Olympiageländes.

Bayern Kultur: Oper in MünchenRomanik und Gotik sind in Bayern durch Kirchen und Klosteranlagen wie Altenstadt oder Ebrach, die Dome in Augsburg, Bamberg, Freising, Regensburg oder Würzburg und durch zahlreiche Bürgerkirchen wie St. Lorenz in Nürnberg vertreten.

Mit der im frühen 16. Jahrhundert errichteten Fuggerkapelle bei St. Anna in Augsburg entstand der erste Renaissaince-Raum nördlich der Alpen. Mit der Landshuter Residenz , dem Hirsvogelsaal in Nürnberg und dem ehemaligen Marstallgebäude (Alte Münze) in München entstanden weitere Glanzlichter der Epoche, die mit dem Augsburger Rathaus des Elias Holl ausklang.

Die Pracht des Barock und des Rokoko wird von einer Vielzahl von Bauten repräsentiert: 

  • Kirchen, allen voran die Wieskirche bei Steingaden, der Passauer Dom, Basilika Vierzehn- heiligen bei Bamberg oder Weltenburg an der Donau
  • Klöster wie Rohr, Ettal, Andechs, Ottobeuren oder Waldsassen, Kloster Roggenburg
  • Fürstbischöfliche Residenz in Würzburg, die Münchner Stadtresidenz, Nymphenburg oder Schleißheim
  • Theater wie das Cuvilliés-Theater in München, das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth oder das Markgrafentheater in Erlangen
  • Parkanlagen oder Stadtensembles wie Eichstätt.

Die baukünstlerischen Leistungen des 19. Jahrhunderts sind eng verbunden mit Namen wie Leo von Klenze oder Friedrich von Gärtner. Beide prägten durch ihre Bauten unter König Ludwig I. das Gesicht Münchens maßgeblich. Zu ihren bekanntesten Bauten zählen darüber hinaus die Walhalla bei Regensburg und die Befreiungshalle bei Kelheim. Doch gelten bereits heute auch Zeugnisse der Industriekultur des 19. Jahrhunderts etwa in Augsburg oder Nürnberg sowie einzelne Bauten des 20. Jahrhunderts als bedeutende Denkmäler.

Mit rund 110.000 Sakral- und Profanbauten sowie ca. 40.000 Bodendenkmälern ist der Freistaat Bayern eines der denkmalreichsten Länder der Bundesrepublik Deutschland.

Film 

1979 wurde der landeseigene Bayerische Filmpreis zum ersten Mal vergeben. Heute ist diese Auszeichnung mit Preisgeldern von insgesamt € 400.000 neben dem Deutschen Filmpreis die höchst dotierte und begehrteste ihrer Art in Deutschland.

Die Vielfältigkeit des Kulturstaats Bayern zeigt sich auch in einer großen Anzahl von renommierten Filmfestivals mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten wie junger deutscher Film, Kinderfilm, Kurzfilm oder Dokumentarfilm.

Bildende Kunst

Kultur in Bayern: Gemälde von Franz Marc

Die Anfänge der Bildenden Kunst in Bayern liegen in der karolingischen Buchmalerei und Goldschmiedekunst (Tassilokelch) des 9. Jahrhunderts. Bedeutende Zeugnisse der gotischen Plastik finden sich etwa im Regensburger oder Bamberger Dom ("Bamberger Reiter").

Die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert prägen die Bildhauer Veit Stoß oder Tilman Riemenschneider und Maler wie Hans Holbein derÄltere. Bedeutendster Vertreter der deutschen Renaissance ist der Nürnberger Albrecht Dürer.

In Barock und Rokoko entstehen vor allem in den berühmten Kirchenbauten der Gebrüder Asam bedeutende Plastiken. Ignaz Günther und Joseph Feuchtmayer gestalten die reichen Ausstattungen in den Kirchen von Balthasar Neumann und Dominikus Zimmermann.

Um 1800 übernimmt München eine führende Rolle in der Entwicklung der Landschaftsmalerei. Herausragende Künstler sind Carl Spitzweg als Meister des Genrebilds, der Realist Wilhelm Leibl, dem führenden Portraitmaler der Gründerzeit sowie Franz von Lenbach und Franz von Stuck als Vertreter des Symbolismus.

Anfang des 20. Jahrhunderts wird in München der Aufbruch zur Moderne eingeleitet. Die Künstlervereinigung; Der Blaue Reiter; um Wassili Kandinsky mit Franz Marc, Gabriele Münter, August Macke und Paul Klee bricht mit den herkömmlichen Formen und setzt neue Maßstäbe.

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zählen Willi Baumeister, Fritz Winter und Ruprecht Geiger zu den wichtigsten Malern. Die Avantgarde prägen Künstler wie Bernd Zimmer, Alf Lechner und Fritz Koenig.

Interkulturelles

Die kulturelle Vielfalt Europas und der Welt spiegelt sich in der Arbeit ausländischer Kulturinstitute in Bayern wider. Wer sich mit den Kulturen unserer europäischer Nachbarn England, Frankreich, Spanien, dem Königreich der Niederlande, Italien und Finnland oder Amerika beschäftigen möchte, neugierig auf Polen, Ungarn, Russland oder die Türkei ist oder auf Entdeckungsreise nach Japan, Indien, Nepal, auf die Philippinen, nach Südafrika oder Brasilien gehen möchte, findet eine außerordentliche Bandbreite an interkulturellen Gesellschaften, Kulturinstituten und Begegnungszentren vor.

Tipp: Bei "Unterkunft.de" finden Sie Tipps und Unterkünfte zum Thema Kulturreisen in Bayern.

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