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Bayerischer Wald: FernwanderwegeFernwanderwege durch den Bayerischen Wald


Baierweg

Der Baierweg gehört zu den zahlreichen alten Erschließungs- und Handelswegen, die von der Donau über den Gebirgskamm des Bayerischen und des Böhmerwaldes eine Verbindung zwischen Bayern und Böhmen (Tschechien) herstellen. Seine zeitliche Einordnung und sein Verlauf hängen eng mit der Geschichte der Grafen von Bogen zusammen. Dieses Geschlecht erwarb im 11. und 12. Jahrhundert viele Besitzungen am Hohenbogen und ließ neue Wege anlegen.

Nach dem Aussterben des Bogener Grafengeschlechts blieb der Baierweg eine wichtige Verbindung in das bayerisch-böhmische Grenzgebiet. Mit dem Ausbau befestigter Handelsstraßen verlor er auch später nicht an Bedeutung, was ihn besonders reizvoll für den Wanderer macht, der gerne den Spuren vergangener Jahrhunderte folgt. Die blaue Raute des Bogener Geschlechts, aus der auch das blauweiße Rautenmuster des bayerischen Wappens hervorging, leitet heute den Wanderer auf dem Baierweg durch den Bayerischen und den Böhmerwald.

Variante 1: Von Straubing über Domazlice nach Furth im Wald
Variante 2: Von Mariaposching über Domazlice nach Furth im Wald 

Böhmweg

Der Böhmweg zählt mit dem Baierweg und den Goldenen Steigen zu den ältesten Verbindungen zwischen Donau und Moldau. Wohl schon zur Keltenzeit führten ausgetretene Fußwege über den „Nortwald“. Als der Weg im 18. Jahrhundert mit Granitplatten befestigt wurde, konnte er mit Planwagen befahren werden. Anfang des 19. Jahrhunderts verlor der Böhmweg wegen der Erbauung der Ruselstraße seine Bedeutung als Verkehrsweg, erwachte aber als Wanderweg zu neuer Blüte.

Heute führt er den Wanderer auf den Spuren der alten Händler und Reisenden vom Donautal über die Berge des Bayerischen Waldes bis nach Böhmen hinein. Wegen seiner relativ kurzen Tagesetappen und den überwiegend bequemen, breiten Wegen ist der Böhmweg gut für Familien und gemütliche Wanderer geeignet. Dabei bleibt immer reichlich Zeit, die zahlreichen Ortschaften und Sehenswürdigkeiten am Weg zu besichtigen.

Tourenbeschreibung Böhmweg: Von Deggendorf nach Bayerisch Eisenstein

Goldener Steig

Der Goldene Steig - eigentlich ein ganzer Fächer einzelner Wege, die den Bayerischen Wald und den Böhmerwald überqueren - war jahrhundertelang eine der wichtigsten Handelsverbindungen: Salz und andere Handelswaren wurden ins Moldauland befördert, als Rückfracht dienten Getreide ("Korn um Salz”) und sonstige Lebensmittel. Von den wirtschaftlichen Zentren an der Donau führten diese Routen ins Böhmische. Blütezeiten des Saumverkehrs (Saum = Pferdetraglast) waren besonders das 13. und 16. Jahrhundert.

Die Handelswege wurden von Saumpferden benutzt, wovon heute noch deutliche Hohlwegspuren im Gelände erhalten sind. Die Einfuhr von Salz aus dem "Salzkammergut" über Linz nach Budweis beendete im Jahr 1706 den Salzhandel auf dem Goldenen Steig. Bis heute durchziehen die Wald- und Wanderwege mit ihren bedeutenden Denkmälern des Goldenen Steiges die Landschaft auf beiden Seiten des Bayerischen und Böhmerwaldes.

Entlang von vier mit dem Säumersymbol markierten Routen kann man heute auf den Spuren dieser alten Handelszüge wandern. Die Wanderwege sind mit zahlreichen Informationstafeln zu historischen Orten und Stellen am Weg ausgestattet.

Tourenbeschreibung Goldener Steig: Die vier Routen des Goldenen Steigs 

Der Pandurensteig

Die Panduren - Zur Zeit des Österreichischen Erbfolgekrieges fiel 1742 ein Pandurenkorps von 1000 Freischärlern als Vorhut der Armee der österreichischen Kaiserin Maria Theresia in Bayern ein. Unter ihrem Führer Franz Freiherr von der Trenck, einer der schillerndsten Figuren der deutschen und österreichischen Geschichte, zogen Söldner aus slawischen Ländern, gut bewaffnet und abenteuerlich gekleidet, durch das bayerische Waldgebirge ihre blutige Spur: Wer zeitgenössische Berichte liest, kann heute noch das Grauen verspüren, das die Panduren hervorriefen.

Nach nun 250 Jahren ist die Erinnerung kaum noch schreckhaft, und so konnten die Trenck'chen Panduren ihren Namen einer der schönsten Wanderstrecken Deutschlands ausleihen. Ihr Krummsäbel wurde zum Markierungszeichen, das den Wanderer auf einer abwechslungsreichen Route durch die Mittelgebirgslandschaft des Bayerischen Waldes führt. Dabei verbindet der Pandurensteig zwei beliebte Wanderrouten: Pfahlwanderweg und Ilztalwanderweg. Auf dem Pfahlwanderweg zwischen Thierlstein und Weißenstein tritt der Pfahl, ein rund 150 km langer Quarzgang, der weltweites Ansehen als geologisches Naturdenkmal genießt, an zahlreichen Stellen eindrucksvoll in Erscheinung: bei der "Teufelsmauer" bei Cham, im Naturschutzgebiet "Großer Pfahl" bei Viechtach, bei der auf Pfahlfelsen erbauten Burgruine Weißenstein. Über die waldreiche Berglandschaft im Vorfeld des Nationalparks Bayerischer Wald gelangt der Pandurensteig an die Ilz, die den Wanderer durch ein wildromantisches naturnahes Flusstal nach Passau führt.

Tourenbeschreibung Pandurensteig: Von Waldmünchen nach Passau 

Gläserner Steig

Der Gläserne Steig führt den Wanderer auf überwiegend bequemen Wegen durch die naturnahe Kulturlandschaft und die ausgedehnten Bergwälder des Bayerischen Waldes. In sechs Tagesetappen geht es durch den Lamer Winkel, über das Arbergebirge in das Tal des Regenflußes nach Bayerisch Eisenstein und Zwiesel und weiter entlang des Nationalparks Bayerischer Wald über Spiegelau nach Grafenau.

Bei der Wanderung durch idyllische Heckenlandschaften, entlang verträumter Waldbäche oder durch urige Bergwälder ist die Geschichte dieser Landschaft, die Glastraditon, immer allgegenwärtig: Die zahlreichen am Weg befindlichen Orte und Weiler, deren Namen auf –hütte oder –schleif enden, weisen auf ehemalige Glashütten und Glasschleifen hin.

Aber auch viele namhafte, noch in Betrieb befindliche Glashütten am Weg laden zu einer informativen Betriebsbesichtigung oder zu einem Bummel durch die Verkaufsräume ein. Das Mineralienmuseum in Lam, die ehemalige Quarzabbaustätte am Hennenkobel (Kiesau) oder das Glasmuseum in Frauenau runden das reichhaltige kulturelle Programm entlang des Gläsernen Steiges ab.

Tourenbeschreibung Gläserner Steig: Vom Lamer Winkel nach Grafenau 

Europäischer Fernwanderweg E6

Der Europäische Fernwanderweg Nr. 6 von der Ostsee über die Wachau zur Adria verläuft in seinem Abschnitt durch den Bayerischen Wald parallel zur deutsch-tschechischen Staatsgrenze über den Kamm des Grenzgebirges. Von Waldmünchen führt die Wanderung über einen bewaldeten Höhenrücken nach Furth im Wald. Von dort geht es zum Hohen Bogen, dessen westlicher Gipfel, der Burgstall, erstiegen wird. Von der Diensthütte am Hohen Bogen geht es dann durch das Tal des Weißen Regens auf den langgezogenen Höhenrücken des Kaitersberg. Über Eck führt der Kammweg über zahlreiche Gipfel bis zum Kleinen und Großen Arber.

Vom Arber führt der E6 hinunter nach Bayerisch Eisenstein und erreicht den Nationalpark Bayerischer Wald. Er überquert alle Berge des Nationalparks, vom Falkenstein über den Rachel zum Lusen. Dabei gibt es jeweils eine obere und eine untere Variante. Letztere bietet Übernachtungsmöglichkeiten. Die untere steigt vom Falkenstein hinunter nach Frauenau und von dort wieder auf den Rachel, während die obere über den Schachtenhöhenweg verläuft. Vom Rachel kann man über Zwiesler Waldhaus oder auf dem oberen Weg über das Teufelsloch zum Lusen wandern.

Tourenbeschreibung E6: "Die Bayerwald-Böhmerwald-Tour" von Waldmünchen bis zum Dreisessel 

Europäischer Fernwanderweg E8

Der Europäische Fernwanderweg von der Nordsee über Rhein, Main und Donau in die Karpaten verläuft in seinem Abschnitt durch den Bayerischen Wald von Regensburg entlang des „Donaukammes“ über zahlreiche Aussichtsberge (Pilgramsberg, Hirschenstein, Rusel, Brotjacklriegel) und wunderschöne Landschaften (Oberbreitenauer Hochfläche, Lallinger Winkel, Zentinger Becken) bis nach Saldenburg.

Dort stößt er in das wildromantische Ilztal, dem er bis Passau folgt. Von der Ilzstadt geht dann die Wanderung durch das reizvolle Hügelland nördlich der Donau über den Grenzübergang Kappel/Oberkappel nach Oberöstereich.

Tourenbeschreibung E8: Von Regensburg bis Oberkappel (Oberösterreich)

Gunthersteig

Der Gunthersteig folgt heute der einstigen Wanderung Sankt Gunthers. Ausgehend vom Kloster Niederalteich an der Donau dringt er immer tiefer in das Waldgebirge des Bayerischen Waldes ein und überquert den Grenzkamm ins böhmische Dobrá Voda. Durch die Donauebene bei Niederalteich und Hengersberg geht die Wanderung zunächst über Auerbach in den Lallinger Winkel. Durch ausgedehnte Wälder und hügelige Weiden geht es dann nach Kirchberg und weiter über den Aussichtsberg bei Sommersberg in den Guntherort Rinchnach. Von hier aus führt der Weg vorbei an der Freilichtbühne des Guntherspieles in Gehmannsberg, hinauf zum Frauenbrünnl, der ehemaligen Einsiedelei Gunthers.

Man überquert die Rinchnach bei Zimmerau und gelangt anschließend nach Bärnzell und Zwiesel. Über den Zwieseler Stadtplatz führt der Weg ortauswärts durch idyllische Wiesen den Hang nach Lindberg hinauf. Durch den Wald erreicht man Spiegelhütte und den Nationalpark Bayerischer Wald. Von Scheuereck steigt der Weg den Grenzkamm hinauf zum kleinen Grenzübergang Gsenget. Von dort kann man über Prášily weiter wandern zum Sankt Günthersberg und nach Dobrá Voda (Gutwasser).

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